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Zweitgrößtes Zentrum weltweit: Expertise beim Ausgleich von Beinlängendifferenzen

Foto (UKM): Prof. Robert Rödl erklärt den Marknagel am Modell.
Rücken oder Hüftschmerzen werden von medizinischen Laien häufig auf einen Beckenschiefstand, also zwei unterschiedlich lange Beine zurückgeführt. Aus orthopädischer Sicht ist eine kleine Beinlängendifferenz als Ursache für Schmerzen allerdings nicht zu belegen. Handlungsbedarf besteht aber, wenn der Längenunterschied zwischen beiden Beinen größer ausfällt. Hier gibt es für Betroffene inzwischen eine Methode zur Längenangleichung, die kaum invasiv ist und bei der der Patient durch eigenen Einsatz zum Ergebnis beiträgt. Das UKM hat mit Prof. Robert Rödl einen ausgesprochenen Experten, der diese Methode weltweit führend anwendet.
ukm/aw

Die wenigsten Menschen haben exakt gleich lange Beine – solange aber die Differenz zwischen der Länge beider Beine kleiner 1,5 Zentimeter ist, ist das nicht behandlungsbedürftig. „Aber: Je größer der Unterschied zwischen den Beinlängen wird, desto mehr hinkt man und das will niemand“, sagt Prof. Robert Rödl, Chefarzt der Abteilung für Kinderorthopädie, Deformitätenrekonstruktion und Fußchirurgie am UKM (Universi-tätsklinikum Münster). „Dann ist der Gang unharmonisch und auf Dauer kräftezehrend“, so Rödl.

Deswegen sollte man aus orthopädischer Sicht große Beinlängendifferenzen über zwei Zentimeter beseitigen. Das kann zum einen konservativ durch or-thopädische Schuhzurichtungen geschehen. „Damit kann sich aber nicht je-der anfreunden. Sohlenerhöhungen sind durch die Versteifung der Sohle sehr hinderlich und für betroffene Frauen gibt es keine schicken Schuhe zum Ballkleid. Wen das stört, der kann inzwischen über eine wenig invasive operative Angleichung der Beine nachdenken.“

Vor dreißig Jahren habe er in seinem Praktischen Jahr in England zum ers-ten Mal gehört, dass man Knochen regelrecht züchten und verlängern könne, erzählt Rödl. Dieses Faszinosum habe ihn seitdem nicht mehr losgelassen: Damals kannte man nur die Methode, bei der man die Knochen mit Hilfe von äußeren Fixateuren in die Länge zieht – sie wird auch heute noch angewendet. Die Korrektur mit Fixateur ist jedoch langwierig und birgt vor allem ein hohes Risiko, dass sich die Wunden an den Eintrittsstellen entzünden können.

Seit etwa 2010 gibt es die sogenannten Marknägel. Diese bestehen aus zwei Teilen, die mittels eines magnetischen Antriebs den Knochen kontinuierlich auseinanderziehen. Nach der Implantation des Nagels in den Knochen legt der Patient selbst zuhause jeden Tag einen starken Magneten auf und zieht den Marknagel damit auseinander. Durch diese Prozedur werde an der Bruchstelle neuer Knochenkallus gebildet und Knochen quasi „neugezüch-tet“, so Rödl: „Für den Patienten ist das heute nur noch mit geringen Belas-tungen verbunden.“ Während es früher bei ausschließlicher Verwendung von Fixateuren zwischen 40 und 50 Beinverlängerungen pro Jahr in seiner Abtei-lung gab, operiert Rödl mit der Marknagel-Methode doppelt so viele Patien-ten. „Wir sind inzwischen das zweitgrößte Zentrum auf der Welt, das Marknägel einbaut – Tendenz steigend“, sagt er nicht ohne Stolz.

 

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